Trau keiner über 30!

Trau keinem über 30 hieß es in den wilden 60ern und 70ern- und das wurde sehr ernst genommen. Alles eine Sache der Wahrnehmung.

Heute stehen sich auf der westlichen Weltbühne 2 ältere Männer als Leader gegenüber, von denen der eine, der geringfügig Jüngere (Ihr wisst schon, wen ich meine) sich für unübertrefflich, unverzichtbar und unfehlbar und eine Wohltat für die Menschheit hält, während der Ältere eine weitere Kandidatur aufrechterhält, um den anderen zu verhindern, was zu sehr widersprüchlichen Emotionen weltweit, den Medien, auf der internationalen Bühne führt.

Vielleicht auch, weil in diktatorischen Systemen Gruselkabinette von Männern sitzen, die einfach meinen, sie seien die Steine der Weisen für die Menschheit. Ich bin als Ältere natürlich offen für ältere Menschen, aber vielleicht darf das Bild auch bunter sein?

Tatsache ist, dass sich die Wahrnehmung zu- sagen wir mal zum Spruch über das Ende des
Menschseins über 30 -immer mehr nach hinten verschoben hat.
Die Älteren unter uns, und dazu zähle ich mich, sind weit davon entfernt, sich zur Ruhe zu
setzen- zumindest viele von ihnen, weil sie, auch ermutigt durch eine tolerante Jugend und
durch medizinische Wohltaten und trotz auch nicht seltener Alten-Verachtung ganz tapfer,
kompetent, weitsichtig und vital am Weltgeschehen mitstricken, auch aus der Erfahrung, die
sie mit Katastrophen gemacht haben.

Das finde ich gut, und ich finde es auch gut, dass wir Älteren von den Jüngeren in die Pflicht
genommen werden, was das Geschick der Menschheit angeht.
Da ist es an der Zeit, dass sich die Generation, die sich in ungebremsten Wachstumsdenken, Gier und Gewalt wohlgefühlt hat, bemüht, sich ehrlich zu machen.
Zuzugeben, dass sie es verpasst hat, die Entwicklung zur Krise der Menschheit hin zu sehen und die Notwendigkeit, umzudenken und zu handeln, damit die Kinder und Kindeskinder überleben können.

Und es ist höchste Zeit, endlich aufrichtig, ohne Zweckoptimismus (wir werden das schon noch schaffen, uns geht es ja noch gut), ohne kreatives Handeln, ohne Vision für ein rasches Handeln, mit einem festen politischen Willen einzugreifen.
Nehmen wir die weltweiten Warnungen ernst, die die Menschen auffordern, ein anderes Lebens- und Wertebild zu entwerfen, das Mitgefühl für alle leidensfähigen Lebewesen
einfordert, weil, so der Dalai Lama, die Menschheit ohne Mitgefühl nicht überleben kann.
Mitgefühl ist essenziell für unser aller Überleben, ihm verdanken wir, dass wir Ressourcen teilen, kreativ Ideen, Prinzipien und Strategien, auch einen neuen Wertekanon(Gibt es den?)
entwickeln.

Wir vergessen, dass wir mutigen, kreativen, zupackenden Menschen mit mutigen,
humanistischen Idealen und Visionen verdanken, dass Abermillionen von Menschen
Katastrophen überleben konnten- bisher.
Einer der vielen Wege zur Umkehr kann es gewiss sein, uns achtsam- mit mindfulness und
heartfulness -einer gerechteren, fürsorglicheren Welt zuzuwenden- in uns und um uns.

Mehr über Achtsamkeit, Fürsorge, Liebe für uns und die Welt heute und morgen erfahrt Ihr in meinem Blog und auch im Blog über vitale Ältere und die Notwendigkeit, achtsam
mitfühlend zu sein.


Mehr erfahrt Ihr auch auf meiner Website- zu Hochsensibilität, Beratung für Ältere,
achtsamer Meditation, Austausch.


Es grüßt Euch herzlich
Gerlind